Jodo

Was ist Jodo?

Der Name Jodo (Wörtlich: Weg des Holzstocks) lässt vermuten, dass es sich bei dieser Japanischen Kampfkunst um Techniken mit Stöcken handelt. Tatsächlich ist Jodo aber ein komplettes System, welches auch Formen aus Kenjutsu (Schwert gegen Schwert), Kusarigama (Kugel-Ketten-Sichel), Jutte (alte Polizeiwaffe), Tanjo (inspiriert durch Gehstock) und sogar Fesslungstechniken beinhaltet. Der Fokus liegt aber klar auf dem Jo, ein Eichenstock von 128cm (4.21 Shaku) Länge.

Wie Iaido wird Jodo als Kata (vorgegebene Form) trainiert, hier spielt aber das Üben der Grundtechniken (Kihon) eine grössere Rolle, da der vielseitig einsetzbare Stock einiges komplizierter zu handhaben ist als ein Schwert. Der grösste Unterschied zu Iaido ist aber, dass mit Partner trainiert wird. Dadurch werden einige wichtige Prinzipien von Budo etwas einfacher fassbar, zum Beispiel der Respekt vor anderen Menschen. Da ohne Rüstung bzw. Protektoren geübt wird und die Ziele dennoch getroffen werden müssen, ist man gezwungen sehr achtsam mit seinem Gegenüber umzugehen. Auch die Kampf-Aspekte sind weniger Abstrakt, ob Timing, Distanz, Präzision und Bereitschaft (Zanshin) gut sind lässt sich einfacher erfahren mit einem "Gegner" vor sich.

Die Ziele von Jodo und Iaido sind weitgehend identisch: Ein besserer Mensch zu werden, der sich selbst und andere respektiert und akzeptiert. Seinen Geist und seinen Körper so zu trainieren, dass man auch in ungewohnten Stress-Situationen genügend Selbstvertrauen hat und einen klaren Kopf behält. Das sind hohe Ziele und um in ihre Nähe zu gelangen braucht es viel Energie, Schweiss und auch blaue Flecken... Wer sich aber auf diesen sehr individuellen Weg einlässt, wird feststellen, dass es sich allemal lohnt und der Spass und die Freundschaften alles andere wettmacht.

Ist Jodo für mich geeignet?

Wie auch Iaido ist Jodo für jeden geeignet. Auch hier geht es nicht um Ausdauer (respektive weniger), als um Konzentration. Auch hier legen wir die Altersgrenze auf 16 Jahre, aber eher damit man bereits gross genug ist um ein Jo zu führen, da ein Jo immer 128cm lang ist und nicht geändert werden kann.

Bei Jodo gibt es direkten Kontakt, deshalb muss man seinen Partner respektieren, denn schliesslich wollen beide etwas lernen und miteinander trainieren können. Ernsthafte Verletzungen kommen so gut wie nie vor, aber ganz ohne blaue Flecken und kleinen Wewechen geht es nicht, schliesslich wird ein Kampf simuliert und nicht Balett getanzt.

Jodo ist nicht so ruhig wie Iaido, denn in Jodo gibt es einen Kiai, einen sogenannten Kampfschrei. Um einen Kiai loszulassen benötigt es am Anfang ein wenig Mut und Selbstvertrauen. Sie denken, das kriegen Sie nicht hin? Keine Sorge, wir helfen Ihnen dabei.

Wie Iaido lernt man Jodo nicht innerhalb von zwei/drei Jahren. Bereitet euch also auf ein lebenslanges Lernen vor.

 

Trainingszeiten

Die Trainingszeiten sind wie folgt:

Montag: 06.30 Uhr bis 07.30 Uhr (ab 1. Kyu)

Montag: 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr (während der Schulzeit)

Mittwoch: 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr (während den Ferien findet zusätzlich während dieser Zeit Iaido statt, die Halle ist aber gross genug für beides)

 

Die Trainingszeiten entnehmen Sie bitte dem Stundenplan.

 

Bitte beachten Sie, dass das Asageiko montags am Morgen nicht für ein Probetraining geeignet ist.

 

Haftung

Der Verein übernimmt keine Haftung für Unfälle. Jedes Mitglied und jeder Gast ist verpflichtet, sich gegen Schäden und Unfälle zu versichern.